"WM - Schulen" - Fair play for Fair Life

205 Schulen und damit Tausende von Schülerinnen und Schüler werden bis zur WM Botschafter für ein FIFA-Land. Das offizielle Motto der Fußball-Weltmeisterschaft „Die Welt zu Gast bei Freunden" wird durch die WM-Schulen mit Leben gefüllt.

Botschafter für ein FIFA-Land

Die Schulen, die per Los diese Länder als Partner bekommen, werden bald bestens darüber Bescheid wissen. Ist mein Land arm oder reich, lebt es im Krieg oder im Frieden? Wie geht es den Kindern dort, was sind typische Speisen, welchen Stellenwert hat der Fußball? Fragen über Fragen, mit denen sich die WM-Schulen intensiv beschäftigen, damit sie ihre Rolle als Botschafter ausfüllen und ihr Land in der Öffentlichkeit vertreten können. Fair Play als Motto für den Sport und für das Zusammenleben der Menschen weltweit – das Thema wird in seiner ganzen Vielfalt in unterschiedlichen Fächern (Geografie, Ethik/Religion, Gemeinschaftskunde, Kunst, Sprachen) behandelt. Über die Fußballbegeisterung der Kinder und die Vorfreude auf die WM werden Themen wie Teamgeist, Toleranz, friedliche Konfliktlösung transportiert.

Straßenfußball für Toleranz

Neben all der Theorie wird der Fußball ganz groß geschrieben. Die Schulen organisieren eigene regionale Turniere, vom 16.09. bis zum 18.09.05 nimmt die ERS Wadern für das Land Tahiti am Qualifikationsturnier für die Asienmeisterschaft, dem Asia Cup, in Halle (an der Saale) teil, das nach dem Vorbild der Kontinentalmeisterschaften organisiert ist. Dabei werden die 32 Teams für das WMSchulfinale in Potsdam ermittelt. Die Schülerinnen und Schüler spielen „Straßenfußball für Toleranz". Die Methode wurde von Jürgen Griesbeck, Geschäftsführer des Projekts streetfootballworld, 1996 in Kolumbien entwickelt, um Jugendlichen eine Alternative zu Drogen und Gewalt zu bieten. Im Jahr 2000 startete im Land Brandenburg das Projekt „Straßenfußball für Toleranz" , um ein Gegensignal zu rechtsextremen Bewegungen zu setzen. Die Spielregeln: Ein Team besteht aus vier Spielern. Tore der Jungen zählen nur, wenn auch ein Mädchen einen Treffer erzielt. Die Regeln werden gemeinsam abgesprochen, am Ende werden Fairness-Punkte vergeben.

Fair-Play-Tag

Ein Imbiss mit Spezialitäten aus dem Partnerland, Torwandschießen mit fair gehandelten Fußbällen oder der Verkauf von Waren aus dem Fairen Handel – das und noch mehr können die WM-Schulen ihren Besuchern bei einem Projekttag bieten. Jede Schule organisiert bis zum WM-Sommer 2006 mindestens einen Fair-Play-Tag. An diesem Tag stellen die Schülerinnen und Schüler ihr FIFA-Partnerland der Öffentlichkeit vor. Mit Plakaten, Dia-Shows, Vorträgen, Theater- oder Musikaufführungen informieren die Mädchen und Jungen ihre Mitschüler, Eltern und andere Besucher über „ihr" Land und das Thema Fair Play.