Kulturwandertag –
eine der zahlreichen Neuerungen des Schuljahres 2001/2002

„Auf den Spuren der Römer in unserer unmittelbarer Heimat“

 

 

 


 

Die rekonstruierten römischen Grabhügel in der Nähe von Oberlöstern (ca. 8 km von unserer Schule entfernt) haben Schüler und Lehrer der Erweiterten Realschule Wadern dazu bewogen, das Thema „Auf den Spuren der Römer in unserer unmittelbarer Heimat“ zum Motto des Kulturwandertages zu machen.

 

Organisation/Planung

Alle Schülerinnen und Schüler wandern morgens in einer Art Sternmarsch zu den römischen Grabhügeln in der Nähe von Wadern. Standarten, die die SchülerInnen im Arbeitslehre-Unterricht selbst hergestellt haben, stellen schon bei der Wanderung den Bezug zu den Römern.

Parallel und ergänzend zur Wanderung haben die einzelnen Klassen Aktionen, Informationen, Ausstellungen , ... in der Sporthalle der ERS Wadern vorbereitet und vorgeführt

Die Verpflegung an diesem Tag erfolgte ebenfalls nach alten römische Rezepten.

Unterstützt – im Sinne einer Nachbarschaftsschule – wurden die Aktionen auch mit Originalfunden und Rekonstruktionen  aus den Ausgrabungen der Villa Borg, die in einem Zelt ausgestellt wurden und von einem Fachmann in einem Vortrag erklärt wurden.

Sogar ein „echter Legionär“ aus der „Augusta  Treverorum“ erzählte und berichtete aus seinem Leben zur Zeit des Kaisers Augustus.

Er erläuterte den SchülerInnen welche Waffen ein Legionär trug und wofür er sie benutzte. Außerdem führte er die Kleidung eines Legionärs im Wandel der Zeit vor und informierte über die übrige Ausrüstung.

 

 

Fazit

Die SchülerInnen aller Klassen haben innerhalb des Kulturwandertages ein Thema in beeindruckender Art aufgearbeitet, dokumentiert und präsentiert. Die SchülerInnen haben für ihre MitschülerInnenund andere Interessierte Wissen vermittelt, dass auf diese Art der Vermittlung nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

 

 


 

Aktionen – Informationen – Ausstellungen

 

 

 

Im Kunstunterricht hat die Klasse 5a Modelle römischer Handelsschiffe gebaut und diese ausgestellt. Dies hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es manchmal ganz schön knifflig war, die einzelnen Teile zusammenzusetzen.

 

 

Die Klasse 5b beschäftigte sich mit den „ludi liberorum romanorum“, den Spielen römischer Kinder. Alle Schüler der Klasse waren an der Aufführung der Spiele auf der Bühne beteiligt. Mit Begeisterung spielten sie Trigen, Micare, Knöchelbein, sowie das Nuss- und das Topfspiel, wobei die Spielregeln auf Schautafeln und über Lautsprecher den anderen Schülern erklärt wurden.

 

 

 Die Klasse 5c malte Bilder, die typische Szenen des römischen Alltags oder der römischen Geschichte darstellten, wie z.B. der Besuch der Thermen, die Geschichte von Romulus und Remus oder den Bau des Limes.

 

 

 

Die Klasse 6a stellte die Kleidung der Legionäre im Laufe der Zeit auf Bildern dar. Außerdem bauten sie sehr schöne Modelle von Wachtürmen des LIMES in mühevoller Kleinarbeit anhand von Bildern nach.

 

 

 

                  

In zeitgemäßer Kleidung zeigte die Klasse 6c den anderen Schülern, wie sich die Römer kleideten. Auf einer Stellwand informierten sie über Getränke und Speisen der Römer und über ihre hartnäckigsten Feinde: Asterix und Obelix.

 

 

Wo die Römer in unserer Heimat lebten, hatte sich die Klasse 7a zum Thema gemacht und viele Informationen aus dem Internet zusammengetragen. Außerdem nahmen sie die römischen Steinwurfmaschinen genauer unter die Lupe.

 

 

An der römischen Architektur faszinierte die Klasse 7b besonders die kunstvollen Fußböden. Tausende kleiner Steine wurden zu einem Mosaik zusammengesetzt, das den Wohnraum mit Szenen aus der Arena, mit Bildern von Musikern mit ihren Instrumenten oder mit Tiermotiven verschönerte. Die Schüler haben solche Motive auf Pappe vorgezeichnet und mit verschiedenfarbigen Körnern beklebt. Eine knifflige Angelegenheit!

 

 

„Pridie / totum melius quam postridie.
Nunc haec mala menent hodie.
oh cre-edo / in Pridie. ...“

(Yesterday – 1.Strophe)

Das haben die Schüler der Klasse 7c und 7a zusammen mit dem Schulchor zu Beginn des Projekttages gesungen. SchülerInnen und Gäste waren überrascht, weil sich der weltberühmte Hit „Yesterday“ von den Beatles dahinter verborgen hat.
So kann Unterricht in Latein bestimmt zur Freude werden; für die Schüler war es sicherlich eine Bereicherung.

 

 

Wie hätte sich die Geschichte von „Max und Moritz“ bei den Römern ereignet? Diese Frage stellte sich die Klasse 8c und untersuchte eine lateinische Version der Geschichte.

 

 

Das Leben der römischen Legionäre war der Inhalt der Präsentation der Klasse 8d. Im Vorfeld befragten sie LehrerInnen und SchülerInnen in einem Quiz nach ihrem Wissen über das Leben der römischen Legionäre. Dabei stellten sie Fragen nach der Kleidung, Körpergröße, Dienstzeit, ... . Als Legionäre der 7.Legion, 7.Kohorte, 7.Manipel, 7.Zenturie verkleidet gaben sie bei der Siegerehrung die Lösungen der Quizfragen bekannt.

 

 

Das römische Zahlensystem und wie die Römer rechneten war das Projektthema für die SchülerInnen der Klasse 8e. Anhand von  Schautafeln konnte sich jeder dann die nötigen Informationen beschaffen und sich anschließend einem Preisrätsel zum Thema stellen.

 

 

„Non scolae, sed vitae discimus – Nicht für die Schule, sondern fürs leben lernen wir.“

Im Internet beschaffte sich die Klasse 9a Informationen über die Schule und das Leben der Schüler im Antiken Rom. Dabei fanden sie heraus, dass auch damals schon die Schüler von ihren Lehrern sehr gefordert wurden. Wachstäfelchen, Stilus, Abakus (Rechenbrett) und Buchrollen waren das Arbeitsmaterial der Schüler damals.
Die Römer kannten die Ziffer 0 nicht, was das Rechnen unheimlich schwer macht! Außerdem erstellten sie ein Memory-Spiel mit verschiedenen Kaiserportraits.

 

 

Wie war die Mode der RömerInnen vor 2000 Jahren?
Dieser Frage ging die Klasse 9c nach und kam dabei zu beeindruckenden Ergebnissen. Die Römer trug nicht etwa Hosen, sondern die Toga war „in“. Unter der Toga trug man bis zu vier Tuniken, eine Art lange Unterhemden. Die römische Dame kleidete sich mit der Stola , einer knöchellangen Tunika mit einer Palla um die Schulter.
Einige Schüler fertigten sogar selbst solche Gewänder und präsentierten diese.

 

 

Die wichtigsten Götter der Römer wurden von der Klasse 9d vorgestellt. Dabei wurden ihre Herkunft und ihre Aufgaben genau erklärt.

 

 

Über die Spuren der Römer im Landkreis Merzig-Wadern recherchierte die Klasse 10a im Internet und stellte sie an einer Info-Tafel dar.

Außerdem wurde die Römerstadt Trier ausführlich vorgestellt.

 

 

Kosmetik der Römerinnen – Nach alten Rezepturen stellten die SchülerInnen der Klasse 10a Salben und Cremes her und boten diese an.

 

 

Außerdem stellten sie nach Originalrezepten aus dem Römerkochbuch Leckereien aufs Feigen , Datteln oder Nüssen mit Honig her. Dazu gab es Wurzwein zu trinken.