GRAF ANTON SCHULE WÄHLT EUROPA- JUNIORWAHL IN WADERN

Wählen ab 16? Was andere noch diskutieren, wird in Wadern mit dem Projekt JUNIORWAHL einfach gemacht. Am 26.05.2019 fanden bekannterweise für alle Bürger der Eu die Wahlen zum Europaparlament statt – Voraussetzung, sie waren zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre. Passend dazu fand im Zeitraum vom 23. bis 26.05.2019 bundesweit die sogenannte JUNIORWAHL statt. In ganz Deutschland hatten Schulen die Möglichkeit, sich für die Teilnahme zu bewerben, um es auch Jugendlichen unter 18 Jahren zu ermöglichen, ihre Stimme abzugeben.
An der Juniorwahl 2019 haben auch wir, die Oberstufe der Graf-Anton-Schule, teilgenommen. Im Vorfeld hatten wir uns im Politikunterricht mit dem Wahlsystem und den Wahlprogrammen der Parteien, die für die Europawahlen zugelassen wurden, intensiv auseinandergesetzt. Alle 40 haben wir nicht geschafft, aber neben den bekannten Volksparteien, ergründeten wir auch die Programme von ziemlich exotisch klingenden Parteien wie „LIEBE“, „Die GRAUEN“, „DIE PARTEI“, „TIERSCHUTZPARTEI“ u.a. Im Austausch miteinander konnten wir uns so eine eigene Meinung bilden. In der Woche vor den Wahlen teilte unsere Lehrerin uns echte Wahlbenachrichtigungen für die Juniorwahl aus, zwei Schüler erstellten als nominierte Wahlhelfer das Wählerverzeichnis und wir besprachen den typischen Ablauf einer Wahl.
Am 23.5. war es dann soweit: Wir durften wählen. Um alles so realitätsnah wie möglich zu gestalten, haben wir in unserer Klasse ein Wahlbüro eingerichtet. Urne und Wahlkabine wurden uns von JUNIORWAHL gestellt. Mit unserem Wahlberechtigungsschein und unserem Personalausweis sind wir zuerst zu den beiden Wahlhelfern hin, die uns im Wählerverzeichnis abgehakt haben. Dort haben wir auch den Stimmzettel ausgehändigt bekommen. Dann ging es in die Wahlkabine, wo wir gewissenhaft und sehr überlegt unser Kreuz gesetzt haben. Natürlich gab es auch eine Wahlurne, die immer unter Bewachung eines Schülers, einem weiteren Wahlhelfer, stand. Die Aufgabe dieses Schülers war es den Schlitz der Urne verdeckt zu halten und nur dann zu öffnen, wenn das Einwerfen eines Stimmzettels bevorstand. Der Wahlvorgang ging sehr locker vor. In der Schlange vor der Urne fand ein letzter Austausch über Programme statt. Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, hatten wir eine Menge Spaß.
Nach der Wahl wurden unsere Stimmen und auch die der anderen Klassen 8-10 der Graf-Anton-Schule und unserer Kooperationsschule, dem Hochwaldgymnasium, von den verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrern ausgezählt und das Ergebnis an die Zentrale des JUNIORWAHL-Projektes gesandt, wo auf diesem Wege alle Auswertungen der teilnehmenden Schulen aus ganz Deutschland zusammenkamen. Daraus ergab sich schließlich ein Gesamtergebnis, welches zwar nicht in das eigentliche Wahlergebnis mit einfloss, jedoch erkennbar macht, wo die Tendenzen der späteren Wahlgeneration liegen. Das Ergebnis konnte man gleichzeitig mit den ersten Prognosen der „echten“ Wahl auf der Homepage der „JUNIORWAHL“ abrufen. Herausstechendstes Ergebnis war, dass „die Grünen“ mit 33,9 % bei den Jugendlichen in weiter Führung liegen.
Man könnte annehmen, dass dies an der „Fridays-For-Future-Bewegung“ liegt. Auf jeden Fall gehen wir nun in unsere erste „echte“ Wahl bestens vorbereitet und wissen, wie man die vielen Informationen auswertet, um sich eine eigene Meinung bilden zu können, denn jede Stimme zählt.