Ein „Werkzeug“ ist nicht immer nur ein Hammer

- Besuch der Graf-Anton-Schüler bei ThyssenKrupp in Lockweiler -

Anfang April haben Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Graf-Anton-Schule Wadern das Unternehmen ThyssenKrupp Systems Engineering in Wadern-Lockweiler besucht, um sich über Aus-und Weiterbildungsmöglichkeiten bei einem der großen „Global Player“ in der Metallverarbeitungsindustrie zu informieren.


Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler von Sara Braun-Hock und Kevin Opitz, einem ehemaligen Schüler der Graf-Anton-Schule. Die beiden sind bei ThyssenKrupp in Lockweiler für die Ausbildung verantwortlich. Frau Braun-Hock organisiert u.a. die kaufmännische Ausbildung und Herr Opitz kümmert sich als Meister um den technisch-gewerblichen Ausbildungsbereich. In der hauseigenen Ausbildungswerkstatt konnten die Schülerinnen und Schüler einen ersten Eindruck gewinnen, welche Tätigkeiten und Fähigkeiten dazu gehören, wenn man die Berufe Werkzeugmechatroniker/-in und Industriemechaniker/-in „von der Pike auf“ lernen möchte. Außerdem trafen sie dort nicht nur einige ehemalige Graf-Anton-Schüler, die jetzt Azubis bei Thyssen sind, auch unter den Praktikanten waren einige vertraute Gesichter, die zurzeit ihr dreiwöchiges Betriebspraktikum absolvieren.
Nach einer allgemeinen Information über das Unternehmen und seine Produkte, konnten sich die Schülerinnen und Schüler dann die Produktion genauer anschauen. Die größte Erkenntnis lag dabei sicherlich darin, dass ein „Werkzeug“ in der Metallindustrie kein Hammer oder Schraubenzieher ist, sondern ein Stanz-/Press- bzw. Formteil, das beispielsweise in der Autoindustrie als Teil einer komplexen Maschine z. B. zum Pressen von Autotüren eingesetzt wird. Die Herstellung eines solchen „Werkzeugs“ erfordert ein hohes Maß an Präzision, so dass künftige Werkzeugmechatroniker und Industriemechaniker nicht nur technisches Verständnis, Mathe-, Physik- und IT-Kenntnisse, sondern auch ein gutes Augenmaß und den Willen zur Genauigkeit beim Arbeiten haben müssen, wie Sara Braun-Hock und Kevin Opitz anschaulich darstellten.
Abschließend konnten sich die Schülerinnen und Schüler detailliert über die Ausbildungsberufe und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie das Bewerbungsverfahren bei ThyssenKrupp informieren, bevor es dann zurück zur Schule nach Wadern ging.