„…und plötzlich hatte ich keine Mutter und keinen Vater mehr!“


***

***

Henriette Kretz, Überlebende des Holocaust, war als Zeitzeugin zu Gast an der Graf-Anton-Schule. Sie lies die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 und 10 in insgesamt zwei Vorträgen an den schlimmen Ereignissen in ihrem Leben teilhaben. Henriette Kretz stammt aus dem ukrainischen Lemberg und hat als Kind die Schrecken des Holocaust mit- und überlebt. Sie hat in ihren Vorträgen den Schülern aus der Zeit vor und während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft erzählt und alle an ihrem Leben teilhaben lassen. In ihrer sehr angenehmen und offenen Art zu erzählen, band sie die Aufmerksamkeit und schilderte von ihrer behüteten Kindheit, der hierauf folgenden Verfolgung und Flucht, dem Verstecken und von dem Abend, als ihre beiden Eltern in ihrer Gegenwart von NS-Offizieren erschossen wurden und wie sie selbst Schutz fand und überlebte. Ihre zentrale Botschaft an die Schüler lautete: Hass, Angst und Ausgrenzung darf sich nicht wiederholen. Wir sind alle Menschen und haben die gleichen Rechte, unabhängig von Nationalität, Rasse, Geschlecht und Religion. „Seid offen füreinander und seid füreinander da, egal woher jemand kommt!“