Schüler der Graf-Anton-Schule Wadern erlebten tolle Tage in England


Am Sonntag, 13.09., um sechs Uhr morgens, starteten wir (52 SchülerInnen und drei LehrerInnen der Graf-Anton Schule Wadern) mit dem Bus nach Südengland. Nach einer aufregenden Passkontrolle ging es von Calais mit der Fähre über den Atlantik nach Dover. Und schon bald tauchten die berühmten „White Cliffs of Dover“ am Horizont auf, zunächst unscheinbar, dann aber aus nächster Nähe beeindruckend riesig und steil. Von dort aus ging es an der Südwestküste Englands entlang bis nach Worthing-Durrington, wo wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurden.
Entgegen einiger Befürchtungen („Wie schmeckt das Essen?“ - „Funktioniert die Dusche?“ – „Gibt es Wifi?“) fühlten wir uns schnell wohl und gut versorgt in unseren englischen Familien – einige von uns machten sogar beim täglichen Gymnastik-programm mit oder wurden von den jüngeren Gastgeschwistern als Spielkameraden engagiert.
Das Ziel des nächsten Tages war Brighton, wo wir den „Royal Pavilion“ besichtigten, einen Palast im indischen Baustil, der während des zweiten Weltkriegs als Krankenhaus für indische Soldaten diente. Danach durchliefen wir die „Lanes“, enge, malerische Gassen mit vielen Boutiquen, Restaurants und Pubs, die größtenteils unter Meeresniveau gelegen sind. Natürlich schlenderten wir auch auf dem berühmten „Brighton Pier“ und ließen das ein oder andere Pfund auf dem dortigen Rummelplatz. Anschließend besuchten wir das Meeresaquarium „Sea Life“. Zum Abschluss des Tages fuhren wir mit dem Bus zum „Beachy Head“, ein sehr hoch gelegener Steilküstenabschnitt, der weder abgesperrt noch gesichert ist. Dort machten heftige Sturm- bis Orkanböen normales Stehen oder Gehen nahezu unmöglich, was allerdings nur unseren Lehrern wirklich Sorge bereitete: Ob nicht doch jemand einen Abflug macht?
Am dritten Tag unserer Reise besichtigten wir die „Isle of Wight“, eine schöne, grüne Insel mit schmalen Straßen, malerischen Orten und Sandstränden. Dort hieß es: Schuhe aus und auf zum Wettrennen gegen die ankommenden Wellen des Atlantiks. Im Städtchen Shanklin faszinierte einige von uns besonders der „Rock Shop“ mit seiner riesigen Auswahl an englischen Süßigkeiten. Der ein oder andere soll dort mehrfach kauftüchtig gewesen sein.
Am Mittwochmorgen verabschiedeten wir uns schließlich von unseren Gastfamilien und nahmen Kurs auf London. Trotz des ständigen Regens, der uns seit dem Wachwechsel beim Buckingham Palace (Changing of the Guards) begleitete, erlebten wir die beeindruckende Hauptstadt der Insel mit vielen ihrer Sehens-würdigkeiten wie St. James‘s Park, , Westminster Abbey, The Houses of Parliament, Big Ben, Trafalgar Square, Nelson’s Column und rüber über die Themse zum London Eye. Danach führten uns unsere LehrerInnen in den London Dungeon, wo uns Schauspieler Szenen der dunkelsten Ereignisse der englischen Geschichte näherbrachten: The Gunpowder Plot, the Great Fire, the Plague, Jack the Ripper; teils schaurig, teils sehr amüsant mit überraschenden Effekten. Von dort aus ging es mit der TUBE zum Covent Garden, einer riesigen Markthalle mit der Gelegenheit zum Bummeln in den vielen kleinen Läden und Restaurant. Am Piccadilly Circus schließlich hörte endlich der Regen auf, so dass wir endlich auch unter freiem Himmel „shoppen“ und bummeln konnten.
Beim Verlassen Londons konnten wir sogar noch einen kurzen Blick auf die bei Nacht beeindruckend beleuchtete Tower Bridge werfen. Nach einer relativ ruhigen Nachtfahrt erreichten wir am Donnerstag-morgen unsere Graf-Anton-Schule wieder, immer noch nicht ganz trocken, aber munter und gut gelaunt nach dieser tollen Reise.

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