Graf-Anton-Schule Wadern erfolgreich bei der RoboNight 2013

Gleich zwei Schülerteams unter den Besten im Saarland

Sicher und gezielt findet ein kleiner Lego-Roboter mit Hilfe seines Lichtsensors entlang einer schwarzen Linie seinen Weg durch einen Wald aus Legobäumen. Er muss die 6 markierten Bäume finden und umstoßen. Der Roboter wurde von Krischan und Matthias am Nachmittag gebaut und entsprechend programmiert. Wer die falschen Bäume umwirft oder gar vom Weg abkommt, bekommt sogar Minuspunkte. Mit einigen Änderungen im Programmablauf hatte Mattias noch versucht, diese kritische Stelle zu meistern. Beide schauen gespannt hin und halten den Atem an, denn jetzt kam diese enge Kurve, an der sie beim Programmieren am Nachmittag noch Probleme hatten. Geschafft, jetzt noch die zwei fehlenden Bäume umstoßen und dann ab ins Zielviereck. Beide stießen einen Jubelschrei aus und fielen sich in die Arme. Sie waren eins der wenigen Teams, die alle 3 Aufgaben richtig gelöst hatten. Das Team „Roboboter" mit Matthias und Krischan Ludwig belegten etwas unglücklich in einem bis zum Schluss umkämpften, spannenden Wettkampf den 3. Platz mit 268 Punkten (16 Punkten Rückstand auf die Erstplazierten). „The Big NXT Theory" mit Timo Schwarz, Ann-Christin Palm und Manuel Dorscheid als zweites Team der Graf-Anton-Schule Wadern, konnte bei der von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken und T-Systems veranstalteten RoboNight immerhin noch den 10. Platz belegen. Für beide Teams war bei ihrer ersten Teilnahme die Qualifikation für das Finale schon ein großer Erfolg.

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Timo Schwarz, betreuende Lehrerin Hanna Becker, Ann-Christin Palm, Manuel Dorscheid, Krischan Ludwig, Matthias Ludwig bei der RoboNight 2013
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In der Robotik-AG werden Roboter gebaut und programmiert

Zur Vorbereitung auf die RoboNight 2013 hatten beide Teams der Graf-Anton-Schule an den drei Workshops der HTW in Saarbrücken teilgenommen. In jedem dieser Workshops mussten die Schüler ebenfalls zu 3 anspruchsvollen Aufgabenstellungen Roboter bauen und programmieren. In einem abschließenden Vorentscheid wurden dann die 12 besten von fast 40 gemeldeten Teams durch einen Wettbewerb ausgewählt. Als erster Erfolg konnten sich sogar beide Teams der Graf-Anton-Schule Wadern gegen die überwiegend von Gymnasien stammende Konkurrenz durchsetzen und für die RoboNight 2013 qualifizieren. Die Vorbereitung begann für die Schüler schon morgens um 9.00 Uhr. Nach Bekanntgabe der Aufgabenstellungen hatten sie bis um 16.00 Uhr Zeit, diese zu bearbeiten und effektive Lösungen zu finden. Die eigentliche RoboNight begann um 18.00 Uhr. Dann musste jedes Team seine Lösung einzeln an einem Wettbewerbstisch präsentieren und vorführen, wo die Lösungen von einer strengen Jury bewertet wurden. „Das Einlesen der vier Wegweiser im Labyrinth hat uns am Anfang große Probleme bereitet, da mussten wir mit Variablen, einem zweiten zusätzlichen Lichtsensor und mit dem Ultraschallsensor arbeiten. Das haben wir dann doch noch in den Griff bekommen und die Aufgabe richtig gelöst," analysierten die Achtklässler Ann-Christin, Timo und Manuel die Aufgabe im Labyrinth, „Aber mit den Bäumen im Wald sind wir nicht zurecht gekommen. Da hat der NXT nicht die markierten Bäume gefunden. Außerdem haben uns die Leute mit der Kamera vom Saarländischen Rundfunk ganz schön nervös gemacht." Alle drei freuten sich dennoch riesig über ihre erste Teilnahme an der RoboNight und wollen nächstes Jahr wieder dabei sein. „Nach Ende der Trainingszeit hatten wir kein gutes Gefühl, weil wir die Aufgabe mit den Bäumen nicht mehr testen konnten. Da müssen die 90°-Drehungen ganz exakt sein, sonst verirrt sich der NXT im Wald und macht alles um, was ihm in den Weg kommt. Als diese Aufgabe richtig gut funktionierte, waren wir sicher, dass wir in der Spitzengruppe landen. Bei dieser Aufgabe hatten nämlich die meisten anderen Teams Probleme." meinen Krischan und Matthias, die den Wettbewerb mit einem hervorragenden 3. Platz abschlossen.

Bereits seit dem Jahr 2008 gehört die Graf-Anton-Schule Wadern zu den ersten saarländischen Roberta-Pilotschulen, die in Zusammenarbeit mit der HTW Saarbrücken den Einsatz von Robotern an Schulen voranbringen. Dazu wurde an der Schule ein „digitales Klassenzimmer" mit einem ActivBoard und 25 Schüler-Laptops eingerichtet. Weiter stehen insgesamt 40 LEGO® MINDSTORMS Education NXT Basis-Sets und 12 Erweiterungssets zur Verfügung. Diese großartige Ausstattung wurde von der Schule selbst, dem Förderverein der Graf-Anton-Schule, dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) finanziert und zur Verfügung gestellt. Bisheriger Höhepunkt im Bereich der Robotik an der Graf-Anton-Schule Wadern war der Gewinn des SALU-School-Award 2012, der für den erfolgreichen Einsatz neuer Medien im Unterricht vom Ministerium für Bildung und Kultur vergeben wird.

Lehrer Werner Feid und Lehrerin Hanna Becker betreuen in den Klassenstufen 5 und 6 zwei Robotik-AGs für Anfänger, in Jungen und in Mädchen aufgeteilt, und eine Robotik-AG für Fortgeschrittene in den Klassenstufen 7 bis 10. Die Graf-Anton-Schule Wadern ist außerdem die einzige Schule im Saarland, die die Robotik in den regulären Unterricht integriert hat. Dazu werden Lerninhalte aus den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) im Wahlpflichtfach Informatik/Technik in den Klassenstufen 9 und 10 integriert, für das ein schuleigener Lehrplan erstellt und vom Bildungsministerium genehmigt wurde.

Durch diese gezielte Schwerpunktbildung im MINT-Bereich werden viele technikinteressierte Jungen und Mädchen angesprochen und spielerisch in die faszinierende Welt der Roboter eingeführt, denn hier lassen sich insbesondere die MINT-Fächer motivierend, spannend und anwendungsnah vermitteln. An konkreten Problemstellungen, wie z. B. das intelligente Auto, erarbeiten Teams von zwei bis drei Schülern kreative Lösungen, indem sie geeignete Roboter konstruieren, programmieren und testen. Auf diese Weise werden viele wichtige, grundlegende Kompetenzen sowie physikalisch-technische als auch informationstechnische Inhalte und Zusammenhänge für den späteren Berufsalltag als Ingenieur oder Techniker auf hohem Niveau eingeübt und vertieft.